Zum Gedenken an Ludwig Leitner

04.04.2013

Ludwig Leitner nach seinem Abfahrtssieg 1965. (C): Archiv Max Porsche

Heute würde man ihn als „Allrounder“ bezeichnen – zwischen 1958 und 1968 war Ludwig „Luggi“ Leitner einer jener Rennläufer, die in allen Disziplinen Schnelligkeit und Technik perfekt beherrschten. Vor kurzem ist der zweifache Kitzbühel-Sieger 73jährig zuhause im Kleinwalsertal verstorben.

Im Slalom am Ganslern 1963 gewann der damals 22jährige Ludwig Leitner vor dem Franzosen Guy Perillat. Ludwig Leitner war damit der zweite deutsche Rennläufer seit Sepp Folger (Slalom 1950), der Kitzbühel als Sieger verlassen konnte. 1965 stellte er mit Platz eins sein Können in der Abfahrt unter Beweis. Fahrerkollegen wie Jean Claude Killy (FRA), Karl Senoner (ITA) oder Bud Werner (USA) wussten um die Stärke des Bayern, der meist in den vorderen Rängen der Ergebnislisten zu finden war.

Im Alter von 17 Jahren startete er für Österreich bei den Skiweltmeisterschaften in Bad Gastein, nahm für die Olympischen Winterspiele 1960 in Squaw Valley die deutsche Staatsbürgerschaft an und gewann bei den Skiweltmeisterschaften 1962 in Chamonix seine erste Medaille in der Kombination (Platz drei). Weiteres Kombinations-Bronze gewann er 1966 bei der WM in Portillo (Chile). Sein größter Erfolg war allerdings die Goldmedaille in der Kombination bei den Olympischen Winterspielen 1964 in Innsbruck. Außerdem gewann er insgesamt 16 deutsche Meistertitel in allen Disziplinen.

Nach Ende seiner Sportkarriere schnallte er als Double für James Bond-Darsteller George Lazenby „Im Geheimdienst ihrer Majestät“ nochmals die Ski an und führte mit seiner Frau ein Hotel im Kleinwalsertal.

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